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Plakat-ABC

A - wie Aushangfotos

So heissen die Bilder, die in den Kinoschaukästen rund um das Plakat herum hängen.
Der Name stammt noch aus der Zeit, als es sich dabei um "echte" s/w-Fotoabzüge handelte, im Format 24x30 cm, meist mit schön gestalteter Titel-Vignette. Für Farbfilme wurden diese s/w-Fotos noch zusätzlich von Hand nachcoloriert.

Ab den frühen 60er Jahren wurden die Fotos nach und nach von gedruckten Bildern abgelöst. Das Normalformat war immer noch 24x30 cm, die Bilder waren meist dick kartoniert, den früheren "Fotos" immer noch sehr ähnlich.
Ab Anfang/Mitte der 70er Jahre wurden die gedruckten "Fotos" dann "dünner" und als Format setzte sich Din A4 (21x29,7 cm) durch. Noch bis Ende der 60er Jahre waren Bildersätze mit je 20-30 Motiven durchaus an der Tagesordnung. Zu "großen Filmen" wie BEN-HUR, BRÜCKE AM KWAI oder DR. SCHIWAGO konnten es schnell auch mal 50 werden...

Aber die Zeiten der großen Filmpaläste ging zu Ende - und mit den Sälen schrumpften auch die Schaukästen. In den 70er Jahren gab es zumeist noch 16-18 Motive pro Film, Tendenz fallend, Richtung 12.

Tiefpunkt der Historie waren die "Abreissfotos", die Mitte der 80er in Mode kamen. Dabei wurden jeweils 8 Motive auf einen plakatgrossen Bogen zusammengedruckt und an den Schnittlinien leicht anperforiert, damit man die einzelnen Bilder für die Kinodekoration herausnehmen bzw. "abreissen" konnte. Leider gab es etwa 12 Jahre lang zu vielen Filmen nur diese Art Aushangfotos.

Seit Mitte der 90er gibt es zumeist wieder 8 gedruckte Einzelfotos, aber der Trend geht weiter nach unten. Oft werden nur noch 6 oder 4 Motive pro Film aufgelegt.

E - wie Erstaufführung

Als die Anzahl der neuen Filme pro Jahr noch nicht so erdrückend wie heute war, lief auch die Kinoauswertung anders als heute. Zum einen wurden deutlich weniger Kopien pro Film eingesetzt als heute, was zur Folge hatte, dass neue Filme erst nach Wochen oder gar Monaten in die kleineren Kinos "auf dem Land" kam - und sich die Kino-Auswertung manchmal über Jahre erstreckte. Filme wurden von den Kinos immer wieder mal gespielt, vielleicht weil "Saure Gurken-Zeit" war, oder weil manche Filme einfach gut waren.

 

Praxis war auch häufig, dass Filme nach Abschluss der Erstauswertung von kleineren Verleihfirmen übernommen und weiter an die Kinos vermietet wurden.

 

So erklärt sich, warum es zu manchen Filmen mehrere Plakate aus unterschiedlichen Zeiten gibt, von ein und demselben oder von verschiedenen Verleihfirmen.

Werbematerial, das zum erstmaligen Kinoeinsatz eines Filme aufgelegt wurde, nennt man daher ERSTAUFFÜHRUNGS - oder kurz EA-Material. Alles, was später noch kam, WIEDERAUFFÜHRUNG oder schlicht WA.

 

Heute sind Kino-Wiederauffürungen kaum noch ein Thema. Es kommen mehr neue Filme ins Kino als das Jahr Tage hat, es gibt meist genügend Kopien damit die Filme fast überall gleichzeitig laufen können. So ist die Kinoauswertung häufig sehr schnell abgeschlossen - und nach durchschnittlich vier Monaten gibt es den Film bereits als DVD.
Ins Kino kommen ältere Filme meist nur dann noch einmal, wenn es sich um besondere, zeitlose Klassiker handelt, wie z.B. 2001, oder wenn man vielleicht mit einer restaurierten Fassung aufwarten kann, mit vorher nicht gezeigtem Schnittmaterial, wie z.B. LAWRENCE VON ARABIEN, der zuletzt 1990, nach zuletzt fast 30 Jahren wieder im Kino lief, immerhin ca. 40 Minuten länger als seine EA.

 

F - wie Filmprogramm

gab es über Jahrzehnte, bis Ende der 60er zu fast jedem Film. Bekannteste Anbieter waren Illustrierte Filmbühne (IFB, bis Ende der 60er) und Neues Filmprogramm (NFP).

Das österreichische NFP gab es bis in die 80er Jahre immer noch zu ausgewählten Filmen, dazu jährlich etwa 12 Ausgaben des Neuen Filmkuriers (NFK), mit etwas reicherer Ausstattung.

Zwischendurch gab es immer wieder tapfere Ansätze, das Medium Filmprogramm neu zu beleben - aber nie von dauerhaftem Erfolg.
Doch seit kurzem gibt es nun die PEGASUS-Programme, zu ausgewählten - auch älteren - Filmen, vorwiegend aus dem phantastischen Genre. Diese Programme glänzen mit einer noch nie gesehenen Ausstattung und Fülle sowohl an Informationen wie an Abbildungen. Für diese kleinen Büchlein im Din A5-Format (10,5 x 15 cm) mit jeweils bis zu 60 Seiten greift der Ausdruck "Programm" fast zu kurz...

F - wie Formate

Standardplakat war und ist das "Din A1" = 60x84 cm (ganz genau eigentlich 59,4 x 84,1 cm).
Nun braucht aber die Druckmaschine einen Papierrand zusätzlich zu diesem "Endformat". Bis Ende der 50er Jahre kam es häufig vor, dass entweder dieser Rand teilweise noch mit für das Motiv ausgenutzt wurde - oder die bedruckten Bögen am Ende einfach nicht auf Din A1 beschnitten wurden. Deshalb sind etliche Plakate aus dieser Zeit um ca. 2 cm höher und breiter - und passen nicht in den Standard-Rahmen...

Aber keine Sorge! Plakate aus dieser Zeit sind nur noch sehr wenige im Umlauf!
Weniger ist manchmal mehr - und so ist auch beim Plakat das Format Din A0 doppelt so groß als das Din A1: 84x120 cm (ganz genau: 84,1 x 118,9 cm)

G - wie gerollt oder gefaltet

Jahrzehntelang wurden die Plakate fast ausschliesslich gefaltet an die Kinos geliefert. Die gerollten Plakate kamen erst so gegen Anfang der 90er Jahre in Mode - und auch heute geben einige kleinere Verleiher ihre Plakate nur gefaltet aus.

Deshalb, liebe Kundinnen und Kunden, GIBT es von vielen - zumeist älteren - Plakaten schlichtweg keine gerollten Exemplare. Und deshalb sind die gelegentlich beklagten "Knicke" für ein "echtes" Kinoplakat eigentlich auch kein Manko...

G - wie Größen: siehe bitte "F - wie Formate"

P - wie Pressefotos

... waren meist s/w-Hochglanzfotos, früher 18x24 oder 20x25 cm, später dann i.d.R. nur noch 13x18 cm.
Für Sammler interessant, weil die häufig andere Motive zeigten als die Aushangfotos...

Diese Fotos wurden - wie der Name sagt - an Zeitungen und Zeitschriften gegeben, die über die Filme berichten wollten. Ab den 90ern, als auch die Tageszeitungen nach und nach "farbig" wurden und die Produktion mehr und mehr digitalisiert wurde, gab es die "Fotos" teilweise nur noch auf CD-Rom - und heute (siehe "Presseheft") noch per download.

P - wie Presseheft

Im Gegensatz zum Werberatschlag bestand das "Presseheft" , so es denn überhaupt eines gab, häufig nur aus ein paar schlichten Textblättern, Fotos konnte man dann als Redakteur bei Bedarf anfordern.

Seine "grosse Zeit" hatte das Presseheft in 90er Jahren. Hier gab es häufig umfangreiche Hochglanzbroschüren, kunstvoll gestaltet und aufwendig ausgestattet...
Das Internet setzte dem weitgehend ein Ende. Heute gibt es das Pressematerial häufig nur noch zum Downloaden...

W - wie Werberatschlag

Das waren Broschüren für den Kinobesitzer, in denen Informationen zum Film, Inhaltsangaben, Darsteller, oft auch Szenenbilder enthalten waren - und vor allem auch Hilfen, Anregungen und Material zur Bewerbung des Filmes.

In den 50er und 60er Jahren war die Kinowerbung großteils eine lokale Angelegenheit des Kinobesitzers. So enthielt der Werberatschlag vorbereitete Anzeigenmotive für die Tageszeitung, gelegentlich auch Pressetexte und Abbildungen, die man einem wohlmeinenden Zeitungsredakteur zur Verfügung stellen konnte.
Nebenbei waren meist auch die Plakate abgebildet und das vorhandene Werbematerial aufgelistet. Wer also gern wissen möchte, wieviele Aushangfotos es denn nun WIRKLICH zum Film gab, findet diese Info mit etwas Glück im Werberatschlag.

In den 50er und 60er Jahren waren diese WR oftmals liebevoll gestaltete kleine Kunstwerke. Auch in den 70ern waren sie oft noch ganz "hübsch".
Seit den 80ern wurden die Werberatschläge dann immer spärlicher. Im Zeitalter des Internet und flächendeckender Medienwerbung für Kinofilme hat der papiererne WR fast ausgedient. Oft gibt es nur noch 1 Blatt mit dem allernötigsten..., wozu eine Inhaltsangabe schon nicht mehr unbedingt zählt...

W - wie Wiederaufführung

... siehe bitte E - Erstaufführung

    

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